Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

 

Wasseramsel Titelbild


Eine Amsel, die schwimmt und taucht? Mit der bekannten schwarzen Amsel hat die Wasseramsel nur den Namen gemeinsam und höchstens das dunkle Federkleid, das jedoch nicht schwarz ist, sondern von dunkelbraun an Kopf und Rücken in rauchbraun am Schwanz übergeht. Auffällig ist auch die weisse Kehle, die mehr oder weniger kastanienbraun gesäumt ist. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ihre gedrungene Gestalt. Sie gehört nicht wie die Amseln zu den Drosselvögeln.

Wasseramsel weisseKehle

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann, obwohl sie keine Schwimmhäute an den Füssen besitzt.

Ihr Lebensraum sind saubere Bäche und Flüsse, die Strukturen wie Steine und Felsblöcke aufweisen und ihr als Ansitzwarte dienen. Gerne lebt sie auch an Ausläufen von Kläranlagen, dort gibt es keine Vereisung, was bei tiefen Temperaturen die Nahrungssuche erleichtert.

Wasseramsel Nahrung Kleintiere

Die Wasseramsel sucht ihre Nahrung am Gewässergrund, an oder unter Steinen. Ihre Beute sind im Wasser lebende Kleintiere wie Würmer, Weichtiere, kleine Fische. Besondere Leckerbissen sind Larven von Köcher-, Eintags- und Steinfliegen, Wasserkäfer und kleine Schnecken. Beim Herausholen der Köcherfliegenlarven aus ihrer „Behausung“ entpuppt sie sich als wahrer Meister! Unter Wasser paddelt sie mit ihren kurzen gerundeten Flügeln und taucht bis 1.5 Meter. Ihr Tauchgang dauert ungefähr 10 Sekunden, dabei hält sie ihre Augen offen, Nasenlöcher und Ohren werden verschlossen.

Man findet die Wasseramsel auch in kalten Gebirgsbächen. Ein wasserdichtes, warmes Gefieder ist deshalb enorm wichtig. Wie die meisten Vögel besitzt die Wasseramsel eine Bürzeldrüse auf der Oberseite des Schwanzansatzes, diese ist aber viel grösser als bei andern Singvögeln. Sie pflegt ihre Federn mit Fett aus dieser Bürzeldrüse, dadurch ist ihr Gefieder optimal „imprägniert“ und resistent gegen Nässe und Kälte.

Wassramsel Gebirgsbaeche

Männchen und Weibchen sehen gleich aus und es singen auch beide. Die Balz der Wasseramseln beginnt bereits im November. Ab Februar beginnt der Nestbau. Das Nest liegt immer dicht am Wasser, aber vor Hochwasser geschützt. Als Neststandort dienen Felsblöcke, Felsspalten, Brücken, manchmal entsteht es sogar an Felsen hinter Wasserfällen. Als Nest baut die Wasseramsel eine schöne Mooskugel, das Innennest (Napf) ist immer mit braunen Buchenblättern ausgestattet.

Ab März legt das Weibchen 4 - 6 weisse Eier, die es alleine bebrütet. Das Männchen bleibt in der Nähe und bringt seiner Partnerin Nahrung. Nach 16 bis 17 Tagen schlüpfen die Jungen. Diese werden von beiden Eltern etwas über drei Wochen im Nest gefüttert und nach dem Ausfliegen noch zwei Wochen weiter betreut.

Das typische Kennzeichen der Wasseramsel ist das „Knicksen“. Möglicherweise dient es als optisches Signal für den Partner, da der Gesang oft vom Rauschen des Wassers übertönt wird.

An Spaziergänger und Jogger gewöhnt sich die Wasseramsel gut. Auf nicht angeleinte Hunde ist sie aber schlecht zu sprechen. Eine weitere Gefahr stellen Rabenkrähen und Graureiher dar. Diese haben es auf die Jungvögel abgesehen. Dann warnt die Wasseramsel mittels Rufen. Bei Sperber und Habicht bleibt dafür keine Zeit und sie taucht möglichst schnell unter Wasser, bis der Greifvogel verschwunden ist. Auch Ratten gehören zu ihren Feinden. Grössere Verluste in strengen Wintern werden relativ schnell ausgeglichen.

 

Wasseramsel T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  Wasseramsel

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

Kommentare

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht im Gästebuch.

Besucherzähler

Heute195
Gestern1498
Woche195
Monat24558
Besucher4569808

Besuchen Sie auch die LehrmittelPerlen!

Lehrmittelperlen.net | Hauptseite
  • Verben: Bezeichnungen der Zeitformen (Solitär)


    Verbformen Solitaer T

    Deutsch oder lateinisch? Mitvergangenheit oder Präteritum? Die Bezeichnungen der Zeitformen werden an deutschsprachigen Schulen sehr unterschiedlich gehandhabt. Ideal ist es, wenn den Schülerinnen und Schülern beide Formen geläufig sind.

    Bei diesem Solitärspiel geht es darum, beide Ausdrücke zu üben, indem die deutschen und lateinischen Fachwörter zugeordnet sowie Beispielsätze mit dem deutschen bzw. dem lateinischen Fachausdruck verbunden werden.

    Solitär: Verben: Bezeichnungen der Zeitformen

  • Griechische Mythen: Die Büchse der Pandora


    Pandora T Pandora 1 Pandora 2

    Der Mythos der Pandora beginnt lange bevor sie überhaupt auftritt. In der Griechischen Mythologie gab es Götter und Titanen. Die Götter lebten auf dem Olymp, dem höchsten Gebirge Griechenlands, während die Titanen auf der Erde lebten, einem Ort voller Schönheit und Wunder ...

    Wer hat nicht schon von der Büchse der Pandora gehört? Doch woher kommt der Ausdruck und was bedeutet es genau, wenn von dieser geheimnisvollen Büchse gesprochen wird?

    Hier werden das Mythos und die einzelnen Charaktere vorgestellt und die Schüler diskutieren über die zehn Übel und die daraus entstandene Redewendung: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Zielgruppe: 4. - 6. Klasse

    Bezug Lehrplan 21
    Geschichtskultur analysieren und nutzen
    RZG.7.2  Die Schülerinnen und Schüler können Geschichte zur Bildung und Unterhaltung nutzen.
    Sich mit Religionen und Weltsichten auseinandersetzen
    ERG.4.5  Die Schülerinnen und Schüler können Weltsichten und Weltdeutungen reflektieren.

    Download: Die Büchse der Pandora

  • Knacknuss 384


    Knack384

    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • DSGVO: Wichtige Änderungen bei den Lehrmittel Perlen


    Gestern wurde bei den Lehrmittel Perlen eine Cookies-Sperre eingebaut. Wenn Sie sich als Mitglied einloggen, müssen Sie die Verwendung von Cookies akzeptieren. Wichtig: Ohne die Einwilligung zum Erhalt der Cookies kann man sich nicht einloggen!

    DSGVO Cookies

    Diese und viele weitere - zum Glück weniger „fühlbare“ - Massnahmen hängen mit der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) zusammen. Die EU-DSGVO (Richtlinie 95/46/EG) betrifft alle Webseiten, welche EWR (EU Handelszone) Benutzer anspricht und tritt ab dem 25.05.2018 in Kraft.

    Unser Perlen-Webmaster Ivo hat sich nicht nur mit der ganzen Materie auseinandergesetzt und die neuen Richtlinien professionell auf die Perlen übertragen, er erklärt uns im folgenden auch so verständlich wie möglich, worum es geht:

  • Fit sein für die digitale Welt


    Think big

    Kompetenzen für die zunehmend digitale Welt entwickeln: Unter dem Motto „Empowering young people for the digital world“ möchten die Telefónica Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung jungen Menschen digitale Kompetenzen vermitteln und sie dabei unterstützen, ihre Zukunft in einer zunehmend digitalen Welt erfolgreich zu gestalten.

    Kompetenzförderung für eine erfolgreiche Zukunft in der digitalen Gesellschaft 

    Kompetenzen in den Bereichen Digitales, Sozialunternehmertum, Kommunikation und Projektmanagement sind zunehmend wichtige Schlüsselqualifikationen. Wie Lesen und Schreiben stellt heute vor allem die Nutzung digitaler Technologien eine zentrale Kulturtechnik dar. Trotz einer Vollausstattung junger Menschen mit mobilen Endgeräten zeigen zahlreiche Studien, dass es Unterschiede in der Mediennutzung gibt (JIM 2016). Viele Jugendliche nutzen digitale Ressourcen häufiger zum Spielen oder zur Unterhaltung. Es fehlt ihnen an Fähigkeiten, die digitalen Möglichkeiten von heute produktiv und kreativ zu nutzen. 

    Über verschiedene Workshop-Formate, eine Online-Akademie sowie individuelle Coachings und finanzielle Projektunterstützung inspiriert und unterstützt Think Big 14- bis 25-Jährige dabei, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden und ihre technologischen Fähigkeiten auszubauen. 2018 stehen dabei die Themenfelder „Big Data“, „Making & Coding“ und „Digital Storydesign“ im Fokus.  
    Mit der Stärkung digitaler Teilhabe lernen Jugendliche von Nutzern zu Gestaltern zu werden. Sie werden angeregt, Ideen und Unternehmergeist zu entwickeln und eigene sozial-digitale Projekte zu starten, um damit in der Gesellschaft etwas zu verändern. 

    Think big 2  Think big 1

    Think Big macht Jugendliche fit für die digitale Zukunft 

    Wie funktioniert Bilderkennung und was passiert dabei mit Daten? Was können 3D-Drucker in Zukunft leisten? Und woran erkennt man eigentlich Fake News? – Unter dem Motto „Empowering young people for the digital world“ bereitet Think Big junge Menschen auf ein Leben in der digitalen Gesellschaft vor. In bewährten und neuen Formaten lernen 14- bis 25-Jährige, was sich hinter digitalen Zukunftsthemen wie Big Data, Making & Coding und Digital Storydesign verbirgt.  

    Die Angebote von Think Big sind kostenfrei. Weitere Informationen unter: www.thinkbig.org

    Think Big ist ein Jugendprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Telefónica Stiftung gemeinsam mit o2. 

  • Bienen-Bastelideen
  • Frösche / Amphibien


    Amphibien Froesche T  Amphibien Froesche 1  Amphibien Froesche 3

    Das Erkunden von Tieren und Pflanzen in ihren Lebensräumen ist für die Schülerinnen und Schüler ein wertvolles Erlebnis. Kaulquappen, Frösche und Amphibien überhaupt eignen sich besonders gut dazu, weil sie in unserer näheren Umgebung vorkommen und gut beobachtet werden können. Das vorliegende Heft bereitet die Schüler darauf vor und begleitet sie bei der Dokumentation. Es eignet sich für die 3. bis 6. Klasse.

    Wer die Entwicklung vom Laich über Kaulquappen zum Frosch mit der Klasse im Schulzimmer verfolgen will, muss sich an die gesetzlichen Grundlagen halten, denn Amphibien (und damit auch Kaulquappen) stehen unter Naturschutz. Es ist verboten, sie zu fangen und zu halten. In der Schweiz gelten jedoch Ausnahmen für Schulzwecke, damit die Schülerinnen und Schüler die Tiere direkt beobachten können. Dabei müssen verschiedene Verhaltensregeln beachtet werden.

    Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG 2.6 D.2.B.1 

    Download:
    - Frösche / Amphibien (3.-6. Kl.)
    - Frösche und Kröten (1.-3. Kl.)
    - Lebenszyklus Frosch
    - Miniperlen: Lebenszyklus Frosch