Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  


Bergfink Schlichtkleid

Der etwa sperlingsgrosse Bergfink ähnelt seinem nahen Verwandten, dem Buchfinken, ist aber durch die orangefarbene Brust und Schulter leicht von ihm zu unterscheiden. Das Männchen ist im Winter (Schlichtkleid) oberseits dunkel gesprenkelt, der Kopf ist grau, der Schnabel gelb. Das Weibchen weist eine schlichtere Farbtönung auf. Bauch und Schwanzunterseite sind weiss. Auf dem Zug ist er oft mit Buchfinken vergesellschaftet, aber durch den weissen Bürzel (Gefiederpartie im Bereich Rücken/Oberseite Schwanzwurzel) im Flug gut von diesen zu unterscheiden.

Bergfink Weibchen

Der alte Name Nordfink ist eigentlich präziser als die heutige Bezeichnung Bergfink. Das Brutgebiet dieser Art erstreckt sich quer durch die boreale (nördliche) Waldzone von Südnorwegen bis zur Halbinsel Kamtschatka (Russland). Diese Waldzone besteht vor allem aus Nadel- und Birkenwäldern. Skandinavien beherbergt mit 2,5 bis 6,5 Millionen Brutpaaren fast den gesamten Bestand Europas.

Bergfink Prachtkleid

Den Winter verbringen die Bergfinken in West-, Mittel- und Südeuropa, das Winterquartier deckt sich mit der Verbreitung der Buche. Im Winter sind die Vögel wenig ortsgebunden, das Überwinterungsgebiet richtet sich nach der Verfügbarkeit der Samen von Buchenwäldern. In Abständen von ungefähr 4 - 6 Jahren produzieren Buchen besonders viele Samen, es kommt zu sogenannten Mastjahren. Für Bergfinken bedeuten Vollmastjahre ein aussergewöhnlich gutes Nahrungsangebot, denn im Winterhalbjahr ernähren sie sich hauptsächlich von Bucheckern (Buchnüsschen), die sie auf dem Waldboden finden. Auf abgeernteten Raps-, Mais- und Sonnenblumenfeldern schalten sie gerne eine Rast ein und bedienen sich auch an diesen Samen. An Futterhäuschen tauchen die ockerbraunen Gesellen in Buchenmastjahren viel häufiger auf als sonst.

Bergfinkenschwarm

Die Masseneinflüge der Bergfinken umfassen Schwärme von mehreren Tausend bis mehreren Millionen Vögel. Ein Naturschauspiel der Extraklasse bieten sie, wenn sie am Spätnachmittag nach der Nahrungssuche ihren Schlafplatz aufsuchen.

Zuerst erscheinen sie in kleinen Trupps oder Schwärmen, dann in Wellen und schliesslich in einem ununterbrochenen Strom. Dabei zeigen sie spektakuläre Flugmanöver über dem Schlafplatz und drehen Runden. Die Geräuschkulisse der Millionen Flügel ist imposant. Ab und zu legen die Bergfinken im Geäst der kahlen Bäume und Sträucher Zwischenhalte ein und lassen diese wie blühend erscheinen. Dabei geht es immer lauter zu und her. Das Gezwitscher auf den Bäumen tönt wie ein riesiger Wasserfall, wobei auch nachts nie vollständige Ruhe herrscht.

Bergfinken Flugmanoever

Übrigens: Das Schwarmverhalten schützt die Bergfinken vor Prädatoren (Fressfeinden). Zu diesen gehören vor allem der Sperber, Habicht, Wanderfalke, Mäusebussard, Waldkauz, aber auch Rotfuchs und Marder, welche die Bergfinken aktiv jagen, aber auch am Boden nach toten Vögeln suchen. Die Strategie der Bergfinken besteht darin, Feinde wie Greifvögel mit wilden Flugspielen und spektakulären Ausweichmanövern zu verwirren.

Der morgendliche Wegflug beginnt in der Dämmerung und konzentriert sich meist in einer einzigen, seltener in zwei Richtungen. Bald schliessen sich weitere Schwärme an, wodurch sich ein kontinuierlicher, kilometerlanger Strom bildet.

Zur Auflösung von Massenschlafplätzen kommt es oft nach ergiebigen Schneefällen, nach denen die Bergfinken die Bucheckern am Waldboden nicht mehr erreichen können oder wenn die Nahrungsressourcen im Umkreis eines Schlafplatzes aufgebraucht oder die täglichen Nahrungsflüge zu weite Distanzen in Anspruch nehmen. Vom Schlafplatz aus nutzen die Bergfinkenschwärme jeden Tag einen Nahrungsraum mit einem Radius von 20 bis 30, manchmal bis zu 40 Kilometern!

Die Sterblichkeitsrate bei Bergfinken liegt bei etwa 50 %. Eine besondere Begebenheit ereignete sich im Dezember 1999 in der Schweiz. Ein Schlafplatz wurde vom Orkan „Lothar“ getroffen, als er mehrere Millionen Vögel beherbergte. Am nächsten Morgen war der Boden unter dem Schlafplatz mit toten und verletzten Tieren übersät.

Im April kehren die Bergfinken nach Norden zurück. Das Männchen gründet ein Revier, danach kommt es zur Paarbildung. Das Weibchen baut in einer Astgabel ein Nest und brütet das Gelege von 5 - 7 Eiern aus. Nach 11 - 14 Tagen schlüpfen die Jungen und werden von beiden Eltern mit Insekten und Larven gefüttert.

Bergfinken Zwischenhalt

Wir Menschen warten wieder lange auf das nächste optische und akustische Schwarmspektakel, welches wir in diesem Ausmass sonst nur von Tierfilmen aus andern Kontinenten kennen.

 

Bergfink T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Bergfink

Die interessanten Informationen und die herrlichen Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

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    forge 550622 960 720

    Vor langer, langer Zeit lebte an einem fernen Ort ein Schwertschmied, der auf der ganzen Welt bekannt war für seine erhabene Fähigkeit, das Eisen zu formen und es in elegante und tödliche Schwerter zu verwandeln.

    Eines Tages erreichte die Nachricht der unglaublichen Geschicklichkeit des Schwertschmiedes den Hof und der König war so fasziniert von dieser Geschichte, dass er den begnadeten Untertanen möglichst bald treffen wollte. Die Ritter des Königs begannen den Schwertschmied überall zu suchen, durchkämmten das gesamte Reich, bis sie ihn in einem kleinen Dorf am Fuss der Berge fanden. Der Schwertschmied kam nicht umhin, die Einladung des Königs anzunehmen. Er verabschiedete sich von seiner Familie und folgte den Rittern zum Hof.

    Schon bei der ersten Begegnung war der König tief beeindruckt von der Demut und der Freundlichkeit des Schwertschmiedes und beschloss, ihm mit der gleichen Höflichkeit entgegenzutreten. Nach kurzem Plaudern stellte der König dem Schwertschmied die Frage, die er an alle grosse Meister und Experten seines Reiches richtete: „Schwertschmied, sag mir, was ist dein Geheimnis? Wie schaffst du es, dermassen schöne Schwerter zu formen?“

    Der Schwertschmied, kein bisschen verlegen, antwortete seinem König mit Ehrfurcht, aber auch mit Festigkeit: „Herr, es gibt kein Geheimnis.“ Der König schien perplex, liess aber seinen Gast weitersprechen. „Solange ich ein Kind war, hatte ich die Gelegenheit, zuerst meinem Grossvater, dann meinem Vater zuzuschauen, wie sie das Eisen bearbeiteten.“

    Gefangen von der Leidenschaft der Erinnerungen fuhr der Schwertschmied mit seiner Erzählung fort. „Schon bald verliebte ich mich in diese Kunst, mit der die mächtigsten Elemente der Natur gebändigt werden: das Eisen, das Feuer und das Wasser. Die Geburt solch eleganter Schwerter aus rohem Eisen mitzuerleben, hat nicht nur meinen Geist bezaubert, sondern auch mein Herz getroffen. Schon damals, als Kind, beschloss ich, der beste Schwertschmied der Welt zu werden.“

    Der König und der ganze Hof hörten dem einfachen Handwerker schweigend zu. „Als ich heranwuchs, las ich alle Bücher über die Kunst der Herstellung von Schwertern und ich erlernte jede Technik zur Bearbeitung von Eisen. Und nicht nur das. Wenn in einem Buch das Wort „Schwert“ nicht vorkam, wenn eine Diskussion sich nicht um die Bearbeitung des Eisens drehte und überhaupt, wenn eine Aktivität null und nichts mit Schwertern zu tun hatte, vergeudete ich schlichtweg meine Zeit nicht damit. Ich denke, Majestät, das ist das Geheimnis meiner Exzellenz.“

    Quelle: Qumran2
    Bild: Pixabay

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