Newsflash

Wo finde ich was?


Stöbern Sie in der Boutique, indem Sie auf die Buttons am oberen oder am linken Seitenrand klicken. Wenn Sie ganz bestimmte Unterlagen benötigen, finden Sie die meisten Themen am rechten Seitenrand oder Sie benutzen die Suchfunktion in der oberen rechten Ecke.


Gruenspecht Titelbild

Mit dem Namen „Specht“ verbindet man sofort das charakteristische Trommeln der Tiere. Nicht so beim Grünspecht: Typisch für ihn ist sein fröhlich schallender Ruf „kja-kja-kja-kja“, dem er den Kosenamen „lachender Hans“ verdankt. Hört man ihn rufen, hat man ihn noch lange nicht gefunden, da er hervorragend getarnt ist.

Der Grünspecht ist knapp taubengross, seine Oberseite ist moosgrün, die Unterseite graugrün. Auffallend sind die rote Kopfplatte, die schwarze Augenmaske, die gern auch als „Räubermaske“ bezeichnet wird, und der Bartstreif. Beim Männchen ist dieser rot mit schwarzem Rand, beim Grünspecht-Weibchen ist er schwarz. Charakteristisch ist sein kraftvoller, ausgeprägter Wellenflug. Dabei zeigt er ab und zu seinen auffällig gelbgrünen Bürzel.

Bereits beim Jungvogel lässt sich das Geschlecht erkennen: links ein junges Männchen, rechts ein junges Weibchen.

Gruenspecht Jungvogel Maennchen  Gruenspecht Jungvogel Weibchen

Der Grünspecht ist ein Frühaufsteher, er ist bereits kurz nach Sonnenaufgang aktiv. Anders als die meisten seiner Verwandten sucht er seine Nahrung weniger im Holz, sondern überwiegend auf dem Boden, er ist ein so genannter Erdspecht.

Gruenspecht Nahrung Boden

Seine Lieblingsspeise sind Wiesenameisen. Um an die Ameisen in ihren Gängen heranzukommen, ist der Grünspecht mit einem Spezialwerkzeug ausgestattet, seiner Zunge. Diese kann er bis 10 cm herausstrecken. Sie ist klebrig und an der Spitze mit Widerhaken versehen. Ameisen und Ameisenpuppen bleiben daran hängen. Selbst im Winter schafft es der Grünspecht, an seine Leibspeise zu kommen, auch wenn er sich zuerst bis zu einem Meter durch den Schnee graben muss. In harten, schneereichen Wintern können die Grünspecht-Bestände allerdings empfindliche Verluste erleiden.

Den Speiseplan bereichert der Grünspecht mit Baumsamen, Beeren und Obst, vorzugsweise Kirschen, Äpfel oder Weintrauben. In Ritzen und an Hauswänden sucht er auch nach Mücken, Fliegen und Spinnen. Sein Lebensraum sind halboffene Landschaften, Obstgärten, Rebberge, Parks, Siedlungen und der Waldrandbereich. Geschlossene Waldbestände meidet er.

Gruenspecht Stuetzschwanz

 

 

Wie die meisten Spechte besitzt der Grünspecht einen Stützschwanz, auf dem er sich beim Hochklettern an einem Stamm abstützen kann, Kletterfüsse und einen kräftigen Schnabel, mit dem er im Boden hacken kann. Seine Nisthöhle im Baumstamm hackt der Grünspecht selten selber, er übernimmt in der Regel verlassene Höhlen anderer Spechte oder bevorzugt morsche Astlöcher.

 

 

Ende April/Anfang Mai legt das Weibchen 5 bis 8 Eier, die beide Eltern während rund zwei Wochen bebrüten. Spechtjunge sind völlig unbefiedert und werden von fürsorglichen Eltern während der ersten 5 Lebenstage rund um die Uhr gehudert und gewärmt, sonst würden sie im Nu auskühlen. Übrigens, während des Brütens und Huderns übernimmt bei allen Spechten das Männchen die Nachtwache. Juvenile Grünspechte (im Jugendkleid) sind auffällig gefleckt an der Unter- und Oberseite, die schwarze Augenmaske fehlt noch, ebenso der Bartstreif.

Gruenspecht Grauspecht

 

 

Verwechseln kann man den Grünspecht eigentlich nur mit dem Grauspecht. Dieser kommt aber viel seltener vor.

 

 

 

Zwischen den Siebziger- und Neunzigerjahren ist der Grünspecht vor allem im Schweizer Mittelland deutlich seltener geworden, wohl als Folge intensiver Landnutzung. Danach erholten sich die Bestände aber wieder.

Dieser Trend kann auch wieder umkehren. Denn zum einen ist der Grünspecht wegen seiner starken Spezialisierung auf bodenlebende Ameisen sehr anfällig für harte Winter mit reichlich Schnee. Zum andern kommt die Verschlechterung seines Lebensraumes durch den Verlust von Streuobstwiesen oder die Umwandlung von extensiv genutztem Grünland zugunsten von intensiv genutzten Anbauflächen, beispielsweise für Mais zur Energiegewinnung, hinzu.

Nur wenn genügend alter Baumbestand und offene Grünflächen vorhanden sind, kann sich der Bestand des Grünspechtes weiterhin positiv entwickeln. Dies gilt auch für andere Tier- und Pflanzenarten, deshalb müssen wir ein waches Auge auf die Natur halten.

Hoffen wir, dass das Lachen des Grünspechtes nie verstummt!

 

Gruenspecht T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats
für den Unterricht finden Sie hier: der Grünspecht

Die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

Kommentare

Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht im Gästebuch.

Besucherzähler

Heute335
Gestern1946
Woche2281
Monat43369
Besucher4261695

Besuchen Sie auch die LehrmittelPerlen!

Lehrmittelperlen.net | Hauptseite
  • Aufgabenkarten Rechnen im Hunderterraum


    AK LZT Rechnen ZR 100 T AK LZT Rechnen ZR 100 1
    AK LZT Rechnen ZR 100 2 AK LZT Rechnen ZR 100 3

    Die neu erstellten 252 Aufgabenkarten Rechnen im Zahlenraum 100 sind eine Ergänzung zum  Lernzieltraining Rechnen im Zahlenraum 100 und zu den Aufgabenkarten Orientierung im Zahlenraum 100. Wie alle Aufgabenkarten zu den Lernzieltrainings können sie zur Differenzierung individuell an einzelne Schülerinnen und Schüler abgegeben oder unabhängig davon als reichhaltige und attraktive Übungsvariante in Werkstätten, als Repetition, Reflexion oder Erweiterung eingesetzt werden.

  • Kunst nach Amedeo Modigliani
  • Spiel: Stille Partner (ZR 6 und ZR 10)


    Stille Partner 1 Stille Partner 2 Stille Partner 3

    Mit diesem Spiel üben die Schüler ein schulisches Thema - hier z.B. Zahlen / Zählen im Zahlenraum 10 - ohne ein Wort zu sprechen. Jedes Kind achtet genau auf einfache Zeichen der Körpersprache bei den anderen Kindern.

    Die Zeichen der nonverbalen Kommunikation und das Vorgehen sollten vor dem ersten Spiel mit der Klasse besprochen werden.

    • Die Kinder sitzen im Kreis.
    • Die Karten werden gut gemischt
    • Jedes Kind bekommt eine Karte (verdeckt, mit der Rückseite nach oben)
    • Erst wenn alle Kinder ihre Karte vor sich haben, drehen sie sie um und lesen, was darauf steht
      (die Karte darf niemandem gezeigt werden).
    • Die Kinder überlegen sich die Antwort, die bei einem Partner auf der Karte steht.
    • Sie halten ihre Karte für alle sichtbar hoch und suchen nach ihrem Partner ohne ein Wort zu sprechen.
       Dabei müssen die Lösung der Aufgabe und die Schriftfarbe übereinstimmen.
    • Um miteinander zu kommunizieren, werden einfache, nonverbale Zeichen für Ja oder Nein verwendet
      (s. Plakat mit nonverbalen Zeichen).
    • Wer seinen stillen Partner gefunden hat, setzt sich neben ihn. Beide legen die Karten offen vor sich hin.

    Karten zum Spiel: Stille Partner im ZR 6 und 10

    Zielgruppe: Kindergarten / 1. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: MA.1.A.1 MA.1.A.2 b

  • Knacknuss 354


    Knack354

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • Die blaue Grotte


    holzfigur 980802 960 720

    Es war ein armer und einfacher Mann. Am Abend, nach einem harten Arbeitstag kehrte er müde und abgekämpft und schlecht gelaunt nach Hause. Grimmig schaute er zu den Leuten, die im Auto an ihm vorbeifuhren oder an den Tischen im Strassencafé sassen.

    „Die haben es gut“, brummte der Mann, dichtgedrängt im Tram wie eine Traube in der Weinpresse. „Sie wissen nicht, was es bedeutet, zu leiden … für sie besteht die Welt nur aus Rosen und Blumen. Wenn die mein Kreuz zu tragen hätten!“

    Der Herr hatte die Klagen des Mannes stets mit viel Geduld angehört. Dann, eines Abends erwartete er ihn vor seiner Haustüre.

    „Ach, du bist es, Herr?“, sagte der Mann, als er ihn bemerkte. „Versuche nicht, mich zu besänftigen. Du weißt genau, wie schwer das Kreuz ist, das du mir auferlegt hast.“ Der Mann war äusserst gereizt.

    Der Herr lächelte ihn gütig an. „Komm mit mir. Ich werde dir die Möglichkeit geben eine andere Wahl zu treffen“, sagte er.

    Plötzlich fand sich der Mann in einer riesigen blauen Grotte. Die Architektur war göttlich. Und es gab eine Menge Kreuze: grosse, kleine, gewundene, knochige, raue, goldene, stachelige …

    „Das sind die Kreuze der Menschen“, sagte der Herr, „wähle eines für dich aus.“ Der Mann warf sein Kreuz grob in eine Ecke, rieb sich die Hände und begann zu suchen.

    Er probierte es mit einem leichten Kreuz. Doch es war lang und sperrig. Er hängte sich ein Bischofskreuz um den Hals, doch dieses war unglaublich schwer, voller Verantwortung und Opfer. Ein anderes sah glatt und hübsch aus, doch kaum lag es auf den Schultern des Mannes, begann es zu stechen, als ob es aus lauter Nägeln bestünde.

    Er ergriff ein leuchtendes Kreuz aus Silber, doch damit überkam ihn ein entsetzliches Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit. Schnell legte er es wieder zurück. Er wählte, versuchte, wählte wieder, doch jedes Kreuz hatte irgendeinen Mangel.

    Endlich entdeckte er in einer halbdunklen Ecke ein kleines Kreuz, das vom vielen Gebrauch etwas abgenutzt war. Es war weder schwer, noch zu sperrig. Es schien genau passend für ihn zu sein. Der Mann nahm es auf seine Schultern und rief triumphierend: „Das nehme ich!“ So verliess er die Grotte.

    Der Herr richtete seinen gütigen Blick lange, sehr lange auf ihn. Und in diesem Augenblick merkte der Mann, dass er genau sein altes Kreuz zu sich genommen hatte. Jenes, das er beim Eintritt in die Grotte in die Ecke geschmissen hatte. Jenes, das er schon sein ganzes Leben lang mit sich getragen hatte.

    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
    Bild: Pixabay, Counselling, Public Domain CC0

  • Intelligenter Online-Übersetzer


    DeepL

    Auf Linkroama.ch habe ich einen interessanten Hinweis auf den Online Dolmetscher DeepL gelesen. Der Dienst hebt sich stark von den gängigen Online-Übersetzern ab und ist in der Lage, auch komplexere Satzkonstruktionen erstaunlich gut und sprachlich beinahe perfekt zu übersetzen.

    Hier ein verblüffendes Beispiel mit einem englischen Text aus Independent.co.uk:

    EU president Jean-Claude Juncker told his Brexit negotiating team that David Davis is “jeopardising” talks with his instability and lack of involvement, according to minutes published by the European Commission.
    The minutes from a meeting in July this summer record that the Commission President “expressed his concern about the question of the stability and accountability of the UK negotiator and his apparent lack of involvement, which risked jeopardising the success of the negotiations”.
    Speaking to reporters in Brussels on Thursday a European Commission spokesperson downplayed the comments.

    Der deutsche Text, übersetzt mit DeepL:

    EU-Präsident Jean-Claude Juncker sagte seinem Verhandlungsteam von Brexit, dass David Davis die Gespräche durch seine Instabilität und mangelnde Beteiligung "gefährde", so das Protokoll der Europäischen Kommission.
    In dem Protokoll einer Sitzung im Juli dieses Sommers wird festgehalten, dass der Kommissionspräsident "seine Besorgnis über die Frage der Stabilität und Rechenschaftspflicht des britischen Verhandlungsführers und seine offenkundig mangelnde Einbeziehung zum Ausdruck brachte, was den Erfolg der Verhandlungen zu gefährden drohte".
    Ein Sprecher der Europäischen Kommission hat am Donnerstag in Brüssel vor Journalisten gesprochen und die Kommentare heruntergespielt.

    Link: DeepL Online-Übersetzer

  • Klassenspiele (10)


    Klassenspiele Transp

    10. Wir bauen einen Satz

    • Die Schüler kommen im Sitzkreis zusammen.
    • Die Lehrperson beginnt mit dem Wort „Ein“ und zeigt auf einen Schüler.
    • Dieser wiederholt das Wort, gibt ein zweites Wort dazu und zeigt auf einen nächsten Schüler.
    • Dieser wiederholt die beiden Wörter und fügt ein drittes Wort zum Satz.
    • Das Spiel geht so weiter, bis der Satz beendet ist.
    • Ein neues Satz kann beginnen.

    Dieses Spiel kann auch in Gruppen gespielt werden.

    Bild: © Fotolia, Robert Kneschke