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Wiedehopf Titelbild

Der Schmetterlingsvogel beeindruckt nicht nur durch seine äusserliche Erscheinung, auch die Stimme ist unverkennbar. Daraus leitet sich der wissenschaftliche Name Upupa epops ab. Es ist ein dumpfer, mehrsilbiger Ruf „up-up", oft weithin hörbar. Das Männchen ruft mit gesträubten Kehlfedern und gesenktem Schnabel, also nicht wie die meisten anderen Vögel mit nach hinten gehaltenem Kopf.

Der Wiedehopf ist zwar nur drosselgross, wirkt aber bedeutend grösser, vor allem wenn er seine Federhaube aufrichtet. Auffällig ist sein langer, dünner, abwärts gebogener Schnabel. Flügel und Schwanz sind breit schwarz-weiss gebändert, das übrige Gefieder orange-braun. Der schmetterlingsartig gaukelnde Flug des Wiedehopfes erwärmt sofort das Herz des Beobachters.

Wiedehopf gaukelnd Flug

Als Lebensraum bevorzugen Wiedehopfe trockene, wärmeexponierte Gebiete mit nur spärlicher Vegetation. In Mitteleuropa trifft man sie vor allem in extensiv genutzten Obst- und Weinkulturen oder auf bebuschten Ruderalflächen an. Im Mittelmeerraum bewohnt der Vogel gerne Grassteppenlandschaften, Olivenkulturen oder Korkeichenwälder.

Wiedehopfe trockene Gebiete

Sein Lebensraum muss geeignete Bruthöhlen wie hohle Bäume, alte Mauern und Stein-oder Holzhaufen bieten. Er benötigt lockeren Boden, frei von dichter Vegetation, um an seine Nahrung zu gelangen. Auf dem Speiseplan des Wiedehopfes stehen grössere Insekten wie Feld- und Maulwurfsgrillen, Engerlinge, Raupen und Käfer. Ab und zu erbeutet er auch Frösche oder kleine Eidechsen. Vogelgelege und Nestlinge bieten in seltenen Fällen eine Abwechslung. Seine Beutetiere verfolgt er am Boden oder erreicht sie durch Stochern in der Erde. Ein besonderer Genuss ist es, wenn man beobachten kann, wie ein Wiedehopf seine Beute mit dem Schnabel packt und sie ein Stück in die Luft wirft, bevor er sie verschluckt.

Wiedehopf Auffangen Beute

Der Wiedehopf in unseren Breitengraden ist ein Langstreckenzieher, der kurz nach der Rückkehr mit der Balz beginnt. Ein Paar bleibt eine Brutsaison lang zusammen. Das Männchen überbringt dem Weibchen ein „Brautgeschenk" in Form eines feinen Happens und bietet ihm Bruthöhlen an. Die Paarung erfolgt meist auf dem Boden.

Wiedehopf Happen

Als Nistplatz eignen sich Baum- und Spechthöhlen, Mauerlöcher und -spalten, Bruchsteinmauern, Höhlungen unter Wurzeln, manchmal brütet der Wiedehopf unter dem Dach einer verlassenen Hütte. Gerne nimmt er Nistkästen an, die auf ihn zugeschnitten sind. Nistmaterial wird kaum eingetragen.

Das Gelege des Wiedehopfs umfasst 5 bis 7 Eier, die Ablage erfolgt täglich. Nach einer Bebrütungszeit von 16 bis 19 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach weiteren 20 bis 28 Tagen sind sie flügge und verlassen die Bruthöhle, werden aber von den Eltern noch etwa 5 Tage gefüttert.

Nähert sich ein Feind wie z.B. ein Fuchs oder Wiesel dem Nest, hat der Wiedehopf eine besondere Abwehrstrategie. Das Weibchen stellt sich tot und scheidet aus der Bürzeldrüse ein penetrantes, nach Verwesung riechendes Sekret aus, was dem Wiedehopf die Bezeichnung „Stinkvogel" einbrachte. Ältere Nestlinge setzen diese „Geheimwaffe" ebenfalls ein und bespritzen den Feind auch gezielt mit Kot. Als weitere Abwehrreaktion zischen sie wie eine Schlange.

Wiedehopfe, die z.B. bei der Nahrungssuche von einem Greifvogel überrascht werden und nicht mehr in ein Versteck flüchten können, zeigen ein besonderes Feindverhalten: die Tarnstellung. Der Vogel legt sich regungslos, mit breit gespreizten Flügeln und Schwanz flach auf den Boden, dabei sind Hals, Kopf und Schnabel steil nach oben gerichtet. Diese Stellung nehmen sie auch beim Sonnenbaden oder Einemsen ein.

Wiedehopf Zusatzbild

In Europa war der Wiedehopf bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts in manchen Gebieten ein häufiger Brutvogel. Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und des Lebensraumverlustes nahmen die Bestände des exotisch anmutenden Vogels drastisch ab. Durch das Ausräumen der Landschaft, das Verschwinden von Obstgärten, Hecken, Ruderalflächen, alten Mauern etc. gingen geeignete Nisthöhlen und Nahrungsgebiete verloren.

In Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz steht der Wiedehopf auf der Roten Liste. Es gibt aber einen Silberstreifen am Horizont. Vielerorts sind Bemühungen im Gange, den Lebensraum des Schmetterlingsvogels aufzuwerten und auf die Schutzmöglichkeiten in unserer modernen Kulturlandschaft aufmerksam zu machen.

 

Wiedehopf T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Wiedehopf

Die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos sind von Beni und Edith Herzog. Herzlichen Dank.

 

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    Zu diesem Rätsel habe ich eine lesenswerte Rückmeldung von Alex Gastel erhalten, die ich allen sprachlich interessierten Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte:

    „Aus linguistischer Sicht funktioniert das Rätsel so nicht. Man kann keine Aussage dazu machen, ob der Sprecher die Person ("sie") liebt oder nicht. Denn fast alle benutzten Verben sagen nichts über den Wahrheitsgehalt der Aussage aus. Das wird in der Linguistik mit dem Verneinungstest belegt, bei dem man noch einen Satz anhängt:

    Ich behaupte, sie zu lieben. Es stimmt aber nicht. -> kein logischer Widerspruch
    Ich habe vor, etwas zu behaupten. Ich werde es aber nicht tun. -> kein logischer Widerspruch
    Ich bestreite das. Obwohl es wahr ist. -> kein logischer Widerspruch

    Alle Verben funktionieren sowohl, wenn die darauf folgende Aussage wahr ist als auch wenn sie falsch ist. Darum kann die Frage in der Knacknuss überhaupt nicht beantwortet werden, weil Sprache so nicht funktioniert. Es gibt andere Verben, die die Wahrheit oder Falschheit der Aussage voraussetzen (präsupponieren wäre der Fachbegriff), zum Beispiel "wissen". Das sieht man dann auch am Test:

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    Knack353 2

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    „Weil ich diese kleinen Geschöpfe mag. Alle hören die Stimmen, die sie lieben, selbst wenn diese äusserst schwach sind. Soll ich das beweisen?“

    Fabre bleibt stehen. Er nimmt aus seiner Börse eine Goldmünze und lässt sie zu Boden fallen. Es ist nur eine kleine Münze, doch ein Dutzend Menschen, die auf dem Gehsteig gehen, drehen sich plötzlich um und blicken auf die Münze.

    „Siehst du“, sagt Fabre. „Diese Menschen lieben das Geld und nehmen den Ton wahr, selbst im lautesten Getümmel.“

     

    Quelle: Bruno Ferrero, Qumran2
    Bild: Pixabay, Hans, Public Domain CC0

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    Bild: Senecio, Paul Klee, Wikimedia Commons, Public Domain