Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

Papageitaucher Titelbild

Die Isländer bezeichnen den „kleinen Clown des Nordens“ ganz einfach als „Lundi“, die Engländer nennen ihn „Puffin“ und manchmal sogar „sea parrot“. Wir reden vom Papageitaucher, im Volksmund manchmal auch Papageientaucher. Diesen Namen verdankt er wahrscheinlich seinem bunten Schnabel. Er gehört zu der Familie der Alkenvögel (Alcidae), dazu zählen beispielsweise auch die Trottellumme und der Tordalk.

Der lateinische Name des Papageitauchers – Fratercula arctica – bedeutet „kleiner Bruder des Nordens“. Fratercula steht für Bruder oder Pater, die Namensgebung geht vermutlich auf das schwarz-weisse Federkleid zurück, das an die Robe eines Priesters erinnert.

Papageitaucher 1 Clown

Das Obergefieder des Papageitauchers ist schwarz, die Unterseite weiss, der Kopf schwarz mit weissgrauen Gesichtshälften, seine Augen sind dunkel, umgeben von einem roten Ring. Die Beine sind rot, zwischen den Zehen hat er Schwimmhäute, seine Krallen sind kräftig.

Das auffälligste Merkmal ist der fast dreieckige Schnabel, er ist blaugrau, orange, gelb und rot gemustert. Im Schlichtkleid werden diese Farben blass.

Die Rufe des Papageitauchers klingen wie „orr….o-o“ oder „arr….ha-ha“, und ähneln dem Knarren einer rostigen Türangel. Das Männchen ist etwas grösser als das Weibchen, die Grösse entspricht ungefähr einer Haustaube.

Papageitaucher 3  brueten

In Europa brütet der Papageitaucher auf Island, an den Küsten von Norwegen, auf den Färöer-Inseln, lokal an der Küste Schwedens, in Grossbritannien, Irland und in der Bretagne. 1830 gab es noch Bruten auf Helgoland, auf dieser Insel sieht man ihn ab und zu im Sommer, leider haben aber keine Brutversuche mehr stattgefunden.

Die grösste Brutpopulation lebt auf Island mit ungefähr 3 bis 4 Millionen Paaren im Jahr 2010, seitdem gehen die Bestände in Island und in andern Kolonien im Nordatlantik stark zurück. Die Brutzeit beginnt Mitte April und dauert bis Mitte Juli.

Papageitaucher brüten in Kolonien, oft zusammen mit Trottellummen, Tordalken und Eissturmvögeln. Sie kommen meistens verpaart an und führen eine monogame Saisonehe, oft waren die Paare schon im Vorjahr zusammen. Paarungen finden nur auf dem Wasser statt. Die Weibchen zeigen ihre Bereitschaft an, indem sie mit erhobenem Kopf schwimmen und den Hinterkörper tief ins Wasser drücken.

Papageitaucher 4 Hoehlen

Puffins brüten in Höhlen an Oberkanten oder in Hängen grasbewachsener, steiler Klippen oder in Geröll- und Blockschutthalden an deren Fuss. Oft übernehmen sie Höhlen von Wildkaninchen, graben ihre Brutröhren aber auch selbst, so wie wir das von unseren Eisvögeln kennen. Gegraben wird mit dem Schnabel, das lose Material mit den Füssen nach draussen befördert.

Die Brutröhre ist 70 cm bis 100 cm lang. Oft legen Papageitaucher eine zusätzliche Nische an, die als „Toilette“ genutzt wird. Zur Festigung ihrer Beziehung pflegen die Paare ein besonderes Ritual: Sie „schnäbeln“ immer wieder. Das heisst, sie schlagen gegenseitig die Schnäbel aneinander. Fängt ein Paar damit an, stimmen andere ein.

Papageitaucher 2

Papageitaucher legen nur ein Ei, entweder auf den nackten Höhlenboden oder aber sie polstern das Nest mit einer dünnen Schicht aus Federn, Pflanzenteilen und Seetang aus. Die Partner wechseln sich beim Brüten ab, ebenso hudern und füttern sie zu etwa gleichen Teilen. Nach ungefähr 5 Wochen schlüpft der kleine Papageitaucher, sein Dunenkleid ist dunkel, ebenso der Schnabel.

Wie für alle Elterntiere, ist die Jungenaufzucht für die Papageitaucher eine stressige Zeit. Sie brüten an Land, holen die Nahrung aber im Wasser. Die Hauptnahrung ist Fisch, im Winterhalbjahr auch Krebstiere. Sie erbeuten vor allem Schwarmfische wie Sandaale, aber auch Herings- und Dorschartige. Für die Nahrungssuche tauchen sie ab, sie können Tiefen bis 70 m erreichen, finden ihre Beute aber gewöhnlich in geringeren Gewässertiefen. Die Vorwärtsbewegungen unter Wasser meistern sie mit Hilfe ihrer Flügel (flügeltauchend). Bekannt sind Bilder, die Puffins mit dem Schnabel voller Fischchen zeigen, das können gut und gerne 10 Stück sein pro Fangtour.

 Papageitaucher 5 Fische

Ihr Schnabel ist darauf spezialisiert, beispielsweise befinden sich im Innern des Schnabels zahlreiche Widerhäkchen. Die glitschigen Fischchen schieben sie nach hinten und reihen sie aneinander, so können sie sogar ihre Jagd fortsetzen. Der Rückflug zu den Jungvögeln ist für die Vögel oft ein richtiger Spiessrutenlauf. Grossmöwen versuchen, den erfolgreichen „Fischern“ die Nahrung abzujagen, indem sie den Papageitaucher am Schwanz zerren oder in seinen Nacken beissen, um ihn zum Fallenlassen der Beute zu zwingen. Es kommt vor, dass sie nicht nur seine Beute verschlingen, sondern gleich den kompletten Papageitaucher. Dieses Vorgehen erscheint uns brutal, wir dürfen aber nicht vergessen, dass auch diese Vögel Junge zu versorgen haben.

Die Nestlingsdauer der „kleinen Clowns“ ist von der Nahrungssituation abhängig. Gut ernährte Jungvögel fliegen nach rund 40 Tagen aus, schlecht ernährte nach 46 bis 55 Tagen. Das Fliegen trainiert das Junge nach Einbruch der Dunkelheit. Es macht bis zehn solcher Ausflüge pro Nacht, ein Ausflug dauert aber maximal zwei Minuten. Verlässt der kleine Puffin das Nest für immer, fliegt er im besten Fall zum Meer. Schlechter ernährte Junge laufen oder springen hangabwärts. Sobald das Meer erreicht ist, schwimmen sie selbstständig aufs Meer hinaus und kehren nicht mehr in die Kolonie zurück.

Papageitaucher 6 fliegend

In den ersten zwei Lebensjahren kommt der junge Papageitaucher nie an Land, sein Zuhause ist ausschliesslich das Meer. Danach kehrt er oft an seinen Geburtsort zurück. Die Lebenserwartung der Vögel liegt bei 20 Jahren.

Altvögel suchen die Kolonie noch bis zu drei Wochen nach dem Ausfliegen der Jungen auf. Ausserhalb der Brutzeit, das heisst von Ende August bis Anfang April, leben Papageitaucher ausschliesslich auf dem offenen Meer, in der Fachsprache ausgedrückt: sie leben pelagisch. In kleineren Trupps verteilen sie sich über den gesamten Nordatlantik.

 

Papageitaucher T

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel können Sie kostenlos hier herunterladen: der Papageitaucher (3.-6. Kl.).

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

 

Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

 

Papageitaucher US T

Diesmal ist ein zusätzliches Heft für Unterstufenschüler dabei: der Papageitaucher (1.-3. Kl.).

 

 

 

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